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Ergotherapie vs. Physiotherapie - was ist was?

  • Johanna Peter
  • 28. Apr.
  • 2 Min. Lesezeit

Sie haben sich immer schon gefragt, wo genau der Unterschied zwischen Ergotherapie und Physiotherapie liegt? Dann finden Sie hier Ihre Antwort!


Um die Unterschiede zwischen den Berufsgruppen zu verstehen, sehen wir uns zuerst die Gemeinsamkeiten an. 
Beide Berufsgruppen sind gesetzlich geregelte Gesundheitsberufe und gehören zu den medizinisch-therapeutisch-diagnostischen Gesundheitsberufen (MTDG). 
Das heißt, man findet beide Berufsgruppen sowohl in Krankenhäusern oder Rehabilitationseinrichtungen, als auch im niedergelassenen Bereich.


Sieht man sich die verschiedenen Fachbereiche an, so erkennt man bereits einige Unterschiede. In den Fachbereichen Neurologie, Orthopädie, Geriatrie, Psychiatrie und Pädiatrie finden sich beide Berufsgruppen. In der Ergotherapie kristallisieren sich zum Beispiel mit der Handtherapie, der Alltagstherapie, der Arbeitstherapie sowie der Arbeitsrehabilitation Bereiche, die vorrangig von der Ergotherapie bespielt werden. 
In der Physiotherapie sind dies Bereiche wie Sportphysiotherapie, Herz-Kreislauf-Rehabilitation und Geburtsvorbereitung.


In der Zielsetzung der beiden erkennen wir die größten Unterschiede:


„Das Ziel der Ergotherapie ist es, die Teilhabe an bedeutungsvollen Betätigungen zu ermöglichen und damit Gesundheit und Wohlbefinden zu fördern.“ (Ergotheapie Austria 2026)

Hier wird also die Verbesserung, der Erhalt und/oder die Wiedererlangung von Tätigkeiten geübt, die Patient:innen tun wollen, müssen oder von ihnen erwartet werden.

Um die Ziele zu erreichen, die gemeinsam in der Ergotherapie festgelegt werden, setzen Ergotherapeut:innen schließlich auch das Beüben von motorischen Funktionen, kognitiven Fähigkeiten sowie die Adaption von Betätigungen und Anpassen des Umfelds.


„Ziel der Physiotherapie ist es, Störungen und Fehlfunktionen des Bewegungssystems vorzubeugen bzw. sie zu beheben oder zu minimieren.“

(Physio Austria 2026)

Hier geht es also darum, Funktionsstörungen des Bewegungsapparates frühzeitig zu verhindern oder gezielt zu therapieren und dabei natürliche Bewegungsabläufe zu erhalten, zu verbessern oder wiederherzustellen.

Um die Ziele zu erreichen, setzen Physiotherapeut:innen auf aktive und passive Übungen für Kraft, Koordination, Ausdauer und Beweglichkeit, sowie Schmerzreduktion.



Zusammenfassend lässt sich sagen:

Beide Berufsgruppen verfolgen das gemeinsame Ziel Gesundheit, Selbstständigkeit und Lebensqualität zu fördern – jedoch aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Während die Ergotherapie den Fokus auf die konkrete Handlungsfähigkeit im Alltag und die Teilhabe an bedeutungsvollen Betätigungen hat, richtet sich der Schwerpunkt der Physiotherapie auf die Wiederherstellung und Optimierung von Bewegung und Körperfunktionen. Je nach individueller Situation können beide Berufsgruppen daher auch viele Berührungspunkte haben, sich jedoch in ihren zentralen Ansätzen unterscheiden.

Wichtig ist: Beide Berufsgruppen leisten auf ihre Art und Weise einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit - und ergänzen sich dabei perfekt.




Quellen:

 
 
 

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